Wie wir unsere Emotionen beherrschen

Ich war früher überzeugt, dass man Emo­tio­nen nicht kon­trol­lieren kann und sie ein­fach kom­men und da sind. Sprich, dass wir ihnen aus­geliefert sind. Wie du siehst, war ich wie die meis­ten andern Men­schen der Annahme, dass ich keine Macht habe über meine Emo­tio­nen und sie eine natür­liche Reak­tion auf meine Erleb­nisse sind. Dadurch, dass ich ihnen früher wie aus­geliefert war, hat­te ich Angst vor ihnen. Vor allem vor neg­a­tiv­en Gefühlen die durch ver­schiedene Sit­u­a­tio­nen aus­gelöst wur­den. Oft denken wir, dass unsere Gefüh­le und Emo­tio­nen was mit den Men­schen zu tun haben, die sie in uns aus­lösen. Also geben wir die Ver­ant­wor­tung ab und schieben es auf andere men­schen und Sit­u­a­tio­nen.

Wir können unsere Emotionen in den Griff bekommen

Zu erken­nen, dass wir entschei­den welche Gefüh­le wir haben, diese Gefüh­le zu hin­ter­fra­gen und sie auch wan­deln zu kön­nen ist eine grosse Erken­nt­nis für viele. Jede Emo­tion ist wichtig und bedeu­tungsvoll. Und zwar immer dann, wenn sie mit der richti­gen Inten­sität zum richti­gen Zeit­punkt und natür­lich im richti­gen Zusam­men­hang erlebt wer­den. Emo­tio­nen sind Geschenke, denn sie zeigen uns viel auf. Gefüh­le sollen nicht unter­drückt wer­den, den sie zeigen uns auf an was wir wom­öglich arbeit­en kön­nen. Genau­so sollen Emo­tio­nen nicht kom­plett unser Leben bes­tim­men und ein gross­es Dra­ma um sie herum gemacht wer­den. Wir selb­st sind der Ursprung jed­er Emo­tio­nen. Auf der einen Seite entschei­den wir welche Emo­tion wir in aktuellen Sit­u­a­tio­nen empfind­en wollen (Angst) und auf der anderen Seite warten wir oft darauf gewisse Emo­tio­nen (Freude) zu spüren. Eben­so oft wir uns aus der Fam­i­lie oder von der Gesellschaft vorgegeben, wie wir zu empfind­en haben. Und wer genau hat beschlossen, dass wir uns so fühlen müssen?

Warum fühlen wir uns nicht immer super?

Es gibt Leben­sum­stände die schmerzhaft, sog­ar trau­ma­tisch sind und unsere Emo­tio­nen uns damit was sagen wollen. Sie sind gute Sig­nale um zu erken­nen, an was wir dann arbeit­en kön­nen. Entwed­er ist es auf unsere Wahrnehmung, unser Ver­hal­ten oder unseren Lösungsansatz zurück­zuführen. Und alle drei Ansätze kön­nen durch uns angepasst wer­den. Hier wird Hand­lung von uns ver­langt.

Wie können wir unsere Emotionen in den Griff bekommen?

Erforsche deine Gefühle

Du kennst es sich­er selb­st auch: Du bist kom­plett gestresst und mit allem über­fordert. Und alle Emo­tio­nen sind hoch und durcheinan­der. Aber genau hier soll­test du innehal­ten und dich fra­gen: “Was füh­le ich ger­ade wirk­lich?” Deine erste Antwort zeigt dir, ob du noch tiefer gehen kannst. “Ich bin sauer!” Bist du wirk­lich sauer oder bist du wom­öglich ver­let­zt, fühlst dich hin­ter­gan­gen oder ähn­lich­es. Je mehr du dein­er Emo­tion auf den Grund gehen kannst, desto klar­er wird dir, was du tun kannst um aus dieser Emo­tion rauszukom­men und sie zu trans­formieren. Du nimmst der Emo­tion die Macht und Stärke und kannst sie leichter spüren.

Akzeptiere deine Gefühle

Deine Gefüh­le sind nie falsch, denn sie zeigen dir etwas. Sie helfen dir deine Wahrnehmung und dein Leben zu verän­dern. Oft sind wir im Kampf mit unserem Emo­tio­nen. Neg­a­tive Gefüh­le wollen unter­drückt und nicht gefühlt wer­den und pos­i­tive Gefüh­le dür­fen nicht zu lange und nicht öffentlich erlebt wer­den, aus Angst vor Neid und Miss­gun­st. Oder die Angst, dass es zu schnell wieder vor­bei ist. Nimm alle Emo­tio­nen an, sei dankbar für ihre Botschaft und schenken ihnen die Aufmerk­samkeit die sie brauchen. Denn dadurch kannst du sie in den Griff bekom­men.

Sei neugierig auf deine Emotionen und was sie dir zeigen wollen

Jede einzelne Emo­tion zeigt dir etwas. Es kann sein, dass du etwas falsch inter­pretierst, deinen Blick­winkel ändern darf­st, einen neg­a­tiv­en Glauben­sansatz ver­fol­gst, du im Dra­ma sein willst, keine Lösung möcht­est oder vielle­icht ein tief­sitzen­den Traum auflösen soll­test. Jede Emo­tion bringt eine Erken­nt­nis mit sich, die wenn gut genutzt dein Leben verbessern wird.

Sei selbstbewusst deinen Emotionen gegenüber

Jede Emo­tion die du spürst und erleb­st, kannst du bewälti­gen. Du kannst alles in den Griff bekom­men! Erin­nere dich immer wieder daran wie du in der Ver­gan­gen­heit neg­a­tive Emo­tio­nen bewältigt hast, etwas dazugel­ernt hast und deine Sit­u­a­tion damit verbessert hast. Was kannst du tun um aus ein­er neg­a­tiv­en Emo­tion rauszukom­men? Gab es etwas in der Ver­gan­gen­heit, dass du getan hast und dir geholfen hat dich bess­er zu fühlen? Es geht näm­lich nicht darum von ein­er sehr schlecht­en Emo­tion in eine sehr hohe Emo­tion zu kom­men. Son­dern Stück für Stück sich nach oben zu bewe­gen. Ich per­sön­lich nutze hier die Emo­tionale Skala nach Hicks:

Nutze diese Skala um dich von Stufe in der du dich befind­est Stück für Stück nach oben zu bewe­gen. Das tolle daran ist, dass du den Druck nicht mehr hast sofort gut drauf zu sein, obwohl du eben noch eine sehr neg­a­tive Emo­tion emp­fun­den hast. Du lernst dich selb­st dabei gut ken­nen und stellst dir selb­st die richti­gen Fra­gen. Durch die richtige Fragestel­lung erkennst du, was genau dich beschäftigt und siehst wie du immer mehr zu ein­er höheren Emo­tion kom­men kannst. Mit jedem Auf­stieg kommst du deinem höch­sten Selb­st näher, denn dein höch­stes Selb­st empfind­et Freude. Erkenne durch die Skala das Jede Emo­tion einen Wert hat und du es nicht beschle­u­ni­gen soll­test um zur Freude zu gelan­gen. Du kommst aus der Opfer­rolle raus und bekommst deine Emo­tio­nen in den Griff und bist in Zukun­ft selb­st­be­wusst im Umgang mit deinen Gefühlen.

Schaue der Zukunft mit deinen Emotionen positiv entgegen

Ich selb­st kenne es, dass in ähn­lichen Sit­u­a­tio­nen ich die gle­ichen Gefüh­le habe. Men­schen trig­gern einen, eine Sit­u­a­tion ähnelt ein­er aus der Ver­gan­gen­heit und ich spüre die gle­ichen Emo­tio­nen hochkom­men. Wenn wir aber in der Ver­gan­gen­heit gel­ernt haben diese in den Griff zu bekom­men, kön­nen wir in unseren Gedanken diese Sit­u­a­tion pos­i­tiv ausspie­len. Stell dir vor wie du nicht von deinen neg­a­tiv­en Emo­tio­nen über­rollt wirst und die Kon­trolle hast. Ver­setz dich in die Lage und spüre wie du die Emo­tion bewältigst und dich Stück für Stück bess­er fühlst. Sage dir in Gedanken, auch dann in der wirk­lichen Sit­u­a­tion , pos­i­tive Sätze auf. Alles was du bis­lang gel­ernt hast, kannst du jet­zt und eben auch in Zukun­ft anwen­den und dein Leben pos­i­tiv und vor allem nach­haltig verän­dern.

In dem Moment in dem dir klar wird, dass du die Ver­ant­wor­tung für deine Emo­tio­nen und deine Reak­tio­nen darauf hast, kannst du den Ver­lauf deines Lebens nach­haltig ändern. Ich hoffe ich kon­nte dir hier einen guten Überblick geben wie du mit deinen Emo­tio­nen umge­hen kannst. Viel Freude bei der Umset­zung und Anwen­dung!

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